Weil es keine im Meer lebenden Dinosaurier gab, können sie in Salzwasserablagerungen nicht gefunden werden. Ist ein aussichtsreiches Gebiet ausgesucht, wird das Areal zunächst großflächig mit Geländewagen erkundet. Interessante Bereiche werden dann noch einmal gezielt zu Fuß erkundet.
Wenn die Fossiliensuche erfolgreich war und Bruchstücke einer Versteinerung entdeckt wurden, wird geprüft, ob sich an dieser Stelle noch weiter Bruchstücke, vielleicht sogar ein ganzes Skelett befindet. Ist das der Fall, wird der Fund sorgfältig und besonders vorsichtig freigelegt. In lockeren Ablagerungen verwendet man hierzu Schaufel, Pinsel und feinste Instrumente wie Spatel, Stichel und Nadeln. In festem Gestein muss mit schwereren Geräten, zum Beispiel mit Hammer und Meißel vorgegangen werden – manchmal sogar mit dem Presslufthammer. Um das Fossil zu schonen und nicht zu beschädigen, wird der Fund großräumig mit dem umgebenden Gestein aus dem Boden herausgearbeitet.
Wichtig ist die Dokumentation des Fundortes und der genauen Fundlage, denn nur so können Wissenschaftler das Fossil datieren und richtig einordnen. Die Fund-Koordinaten werden mit Hilfe eines GPS-Senders ermittelt, Fotos werden geschossen, Gesteinsproben genommen und auf einem Grabungsplan wird die Lage präzise festgehalten. Erst danach wird der Fund in Gips oder Kunstharzschaum gehüllt, vorsichtig geborgen und zur weiteren Bearbeitung in ein Labor gebracht. Um die Ausrichtung des Fossils im Labor rekonstruieren zu können, wird die Nordrichtung mit einem Pfeil gekennzeichnet. Bei den teilweise riesigen Dinosaurierknochen kann das Verpacken und der Transport die reinste „Knochenarbeit“ sein. Kleinere Teile werden in Tütchen verpackt und beschriftet.
… seit dem 30. Januar 2011.
30. Januar 2011
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