Ihr Lebenszyklus verlief nun komplett an Land, sie konnten dort nahezu sämtliche Lebensräume erobern und wurden innerhalb kürzester Zeit zu einer äußerst artenreichen Gruppe. An der Perm-Trias-Grenze vor etwa 250 Millionen Jahren kam es zu einem Massensterben, bei dem fast 95% aller Lebewesen ausstarben. Die dadurch freigewordenen Lebensräume konnten von den anpassungsfähigen Reptilien besetzt werden.
Innerhalb der Reptilien entwickelten sich die Archosauria, die so genannten Herscherreptilien. Aus ihnen gingen einerseits die Krokodile und andererseits die Dinosaurier, Flugsaurier u. A. hervor. Der bei uns ausgestellte Lagosuchus ist ein Vertreter der Archosaurier und ein möglicher Vorfahr der eigentlichen Dinosaurier. Unser Bild von den Ursprüngen ist noch immer so unvollständig wie ein Puzzle, bei dem die meisten Teile fehlen. Die fehlenden Stücke sind vermutlich in den triassischen Gesteinen des argentinischen Ischigualasto-Parks, der zum UNESCO Weltnaturerbe zählt, zu finden. Dort wurden die fünf ältesten Dinosaurierarten gefunden, die man bisher kennt. Diese Funde zeigen: In der späten Trias waren die Dinosaurier eine vielgestaltige Tiergruppe. Es existierten beide Hauptzweige der Echsenbeckensaurier, sowohl die Raubsaurier (Theropoden) als auch die ersten Pflanzenfresser (Sauropodomorphen). Zeitgleich lebten auch die ersten Vogelbeckensaurier (Ornithischia).
Interessant ist, dass die Entwicklung des neuen Eityps auch den Beginn der Säugetierevolution einleitete. Säugerähnliche Reptilien, die aufgrund ihrer Schädelmerkmale „Synapsida“ genannt werden, waren die Vorläufer der heutigen Säugetiere und damit auch des Menschen. Die ersten eindeutigen Säugetierfossilien stammen aus dem Unteren Jura vor etwa 200 Millionen Jahren.
… seit dem 30. Januar 2011.
30. Januar 2011
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